Wann und warum werden die Störche beringt?
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Wo ist unser geliebter Storch im Winter?
 Das hat die Menschen schon immer beschäftigt und interessiert.
Man hatte schon mal vermutet, dass die Weißstörche im Winter Richtung Afrika fliegen würden.
Den Beweis brachte dann ein Storch, der im Frühjahr des Jahres 1822 nach Mecklenburg
zurückkehrte, in dessen Hals ein 80 cm langer Pfeil aus dem zentralen Afrika steckte.
Der erste Pfeilstorch wurde unter der Aufsicht von Prof. Dr. jur. Hans Rudolf V. SCHRÖTER
(1798-1842) präpariert und der zoologischen Sammlung der Universität Rostock zugefügt.
Der Fernzug der Vögel wurde somit endlich bewiesen und die vor allem im 18. Jahrhundert
verbreiteten Theorien über Winterschlaf am Grund der Ostsee, Verstecken von Vögeln
im Winter oder ihre Verwandlung in Mäuse usw. wurden endlich aufgegeben.
Im Jahre 1898 beobachtete der dänische Lehrer Hans Christian Mortensen in seiner Umgebung
Stare und Sperlinge. Er kam als erster auf die Idee, Vögel zu beringen, in der Hoffnung,
etwas über sie zu erfahren zu können.
Maßgeblich entwickelt wurde die heute weltweit etablierte Standardmethode der Vogelforschung
von Johannes Thienemann in der ostpreußischen Vogelwarte Rossitten (heute Rybatschij). Dazu
werden Vögel an den Beinen mit leichten Aluminiumringen beringt, die eine fortlaufende Nummer
sowie Namen und Adresse der Beringungszentrale tragen. Größere Arten bekommen auch
Farbringe mit Ziffern, Buchstaben oder Farbkombinationen, die mit dem Fernglas ablesbar sind.
Im Jahre 1902 wurde dann der erste Storch beringt.
Durch die Beringung ist es möglich, die Störche in ihren Brutgebieten und auf den Zugwegen
zu identifizieren und so ihren Lebenslauf zu erforschen und zu verbessern.
Die Form und die Art der Ringe, hat sich immer mal wieder geändert.
Bis zum Jahr 2002 wurden die Störche in Deutschland mit einem Ring aus einer speziellen
  Magnesium-Aluminiumlegierung versehen, die eine fortlaufende Nummer sowie Namen und
 Adresse der Beringungszentrale trugen.
Die Störche in Deutschland werden seid 2003 mit dem  verbesserten ELSA-Ring beringt.
(European Laser Signed Advanced Ring)
Das sind laserbeschichtete Kunststoffringe (schwarzer Ring mit weißer Schrift)
 mit einem Buchstaben-Ziffern-Code (Ringnummer), der senkrecht angeordnet 4 mal erscheint
und mit einem Teleskop bis auf etwa 200 Meter Entfernung abgelesen werden kann.
Drei Seiten des Ringes tragen das Kürzel für die Beringungszentrale und eine Seite
trägt die Post- und E-Mail-Adresse für Finder.
Von diesem Ring erhofft man sich, das der Kot nicht haftet und er so sicher abzulesen ist!
An die Beringer werden höchste Ansprüche bezüglich Technik, Datenqualität und Sicherheit
der gefangenen Tiere gestellt. Dazu müssen sie besonders ausgebildet sein,
in Prüfungen Kenntnisse über Vogelarten, Fang und sachgerechte Handhabung nachweisen
und sie benötigen eine offizielle Genehmigung.
Die Beringung der Jungstörche (ab der 3. Lebenswoche), muss spätestens bis zur 6. Lebenswoche
 erfolgen, weil sie danach nicht mehr in die Akinese fallen und die Gefahr besteht, dass sie vor
Aufregung aufstehen, weg kriechen, zuschnappen oder aus dem Nest hüpfen.
Die Beringung selbst dauert nur wenige Sekunden und ist für die Störche völlig ungefährlich.
Selbst wenn sich der Menschengeruch übertragen sollte, so macht dies nichts aus,
denn Störche können nicht riechen.
Video: Beringung in Petershagen
(Klickbild)
Der Ring wird oberhalb vom Intertarsalgelenks (Sprunggelenk) nach dem bekannten Muster
(in ungeraden Jahren links und in geraden Jahren rechts) angebracht.
Die Daten über die Jungtiere und deren Ringnummern werden in den bekannten
Beringungszentralen / Vogelwarten Helgoland (Wilhelmshaven), Hiddensee (Neuenkirchen) und
 Radolfzell (vormals Rossitten) gespeichert und können dort abgefragt werden.
Bitte melden Sie alle Funde, Sichtungen oder Ablesungen beringter Vögel direkt an eine der
drei deutschen Beringungszentralen. Dort werden die Funde bearbeitet und die Finder
 erhalten eine Nachricht über die Vorgeschichte "ihres" Vogels.

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zu entschuldigen, denn ich bin keine Ornithologin!
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