| Warum werden die Küken nicht gerettet? | |||||||||||||||||
| Webseite © by Storchenelke NRW / Germany | |||||||||||||||||
| (Bitte nicht einzeln verlinken!) | |||||||||||||||||
| Alle Bilder unterliegen dem © Copyright des jeweiligen Fotografen! | |||||||||||||||||
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| Die moderne Technik macht es uns möglich, via Webcam in die Storchennester | |||||||||||||||||
| zu schauen und diese wundervollen Tiere beim Aufwachsen zu beobachten. | |||||||||||||||||
| Leider zeigen uns die Webcams nicht nur die schönen Augenblicke von dem Leben im Nest! | |||||||||||||||||
| In jedem Frühjahr gibt es diese Wochen, in denen es sehr kalt ist und es lange regnet. | |||||||||||||||||
| Darunter haben besonders die größeren Storchenküken zu leiden. | |||||||||||||||||
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| Quelle: Webcam Bad Waldsee | |||||||||||||||||
| Die Küken brauchen viel Wärme! Sind sie frisch geschlüpft, | |||||||||||||||||
| finden sie noch genügend Wärme unter dem Gefieder ihrer Eltern. | |||||||||||||||||
| Sind sie aber älter als 2 Wochen, wie hier im Beispiel von Bad Waldsee, | |||||||||||||||||
| können sie vom Altstorch nicht mehr gehudert (beschützt) werden. | |||||||||||||||||
| Jetzt brauchen sie viel Nahrung, damit ihre Körper viel Energie/Wärme produzieren! | |||||||||||||||||
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| Sie wärmen sich zwar gegenseitig, aber bei andauerndem Regen sind sie nass bis | |||||||||||||||||
| auf die Knochen und das bei sehr niedrigen Temperaturen. | |||||||||||||||||
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| Störche polstern ihr Nest dann gerne mit frisch gemähtem Gras, weil es beim Verrotten | |||||||||||||||||
| Wärme abgibt. Aber dieses Gras verdichtet den Nestboden. Hält der Regen an, | |||||||||||||||||
| stehen sie dann noch zusätzlich im Wasser, was sich jetzt in der Nestmulde sammelt. | |||||||||||||||||
| Frisch geschlüpfte Küken ertrinken darin. | |||||||||||||||||
| Die größeren Storchenküken müssen mitunter tagelang im Wasser sitzen. | |||||||||||||||||
| Wenn dazu noch Temperaturen unter 10°C (Eisheilige und Schafskälte im Frühjahr) | |||||||||||||||||
| kommen, ist ein Überleben bei anhaltendem Dauerregen kaum möglich! | |||||||||||||||||
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| Quelle: Webcam Bad Waldsee | |||||||||||||||||
| Sind die Küken schon älter als ca. 6 Wochen, dann macht ihnen die Nässe nicht mehr | |||||||||||||||||
| ganz so viel aus, da sie dann schon fast ihr Erwachsenengefieder haben und so weit | |||||||||||||||||
| in der Entwicklung sind, dass sie länger auf beiden Beinen stehen können. | |||||||||||||||||
| Solange es die Altstörche noch schaffen, genügend Futter ran zu schaffen, | |||||||||||||||||
| haben die Nestlinge eine Chance zu überleben. Eine fünfköpfige Storchenfamilie | |||||||||||||||||
| benötigt in der Aufzucht-Phase täglich rund 4,5 bis 5 kg Nahrung! | |||||||||||||||||
| (je Altstorch ca. 500g und je Jungtier ca. 1200g) | |||||||||||||||||
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| Das Foto zeigt die Futtermenge, die 1 Storch in der Aufzucht-Phase pro Tag benötigt! | |||||||||||||||||
| Der Storch ein Segelflieger und das funktioniert nur, wenn sein Federkleid geordnet ist! | |||||||||||||||||
| Bei Regen saugt sich sein Gefieder voll Wasser und verklebt die Federn. | |||||||||||||||||
| In einer Regenpause ist der Storch dann erst mal mit der Gefieder pflege beschäftigt, | |||||||||||||||||
| ehe er sich in die Lüfte schwingen kann, um auf Futtersuche zu gehen. | |||||||||||||||||
| Jetzt ist es sehr wichtig, das er in unmittelbarer Nähe zum Nest auf Beutefang gehen | |||||||||||||||||
| kann und der Regen eine kleine Pause einlegt! | |||||||||||||||||
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| Bei anhaltendem Dauerregen schafft es der Storch nicht, sein Gefieder flugfähig | |||||||||||||||||
| zu machen. Die Küken sterben an Unterkühlung und Lungenentzündung | |||||||||||||||||
| oder verhungern, da ihnen die Nahrung und somit Energiezufuhr fehlt. | |||||||||||||||||
| Das alles ist dem Webcam-Beobachter zu viel !!! | |||||||||||||||||
| Er kann nicht zusehen, wie die Küken sterben! | |||||||||||||||||
| Der Zuschauer will dass man die Küken aus dem Nest holt und sie gerettet werden!!! | |||||||||||||||||
| Er macht dem Webcam-Betreiber Vorwürfe, weil er nicht eingreift + den Dingen seinen Lauf lässt! | |||||||||||||||||
| Warum wurde das Nest im Herbst nicht für die neue Brut hergerichtet ...? | |||||||||||||||||
| Warum hat man die Jungen nicht auf trockenes Stroh/Heu gebettet ...? | |||||||||||||||||
| Also ... | |||||||||||||||||
| Ein Eingreifen ins Nestgeschehen ist nur unter bestimmten Voraussetzungen | |||||||||||||||||
| und einer Ausnahmegenehmigung möglich. | |||||||||||||||||
| Sie benötigt die Zustimmung der Höheren Naturschutzbehörde, | |||||||||||||||||
| denn obwohl der Storch dem Menschen so nahe ist, gehört er zu den Wildtieren! | |||||||||||||||||
| Da sich aber noch beide Altstörche um ihre Nestlinge kümmern, | |||||||||||||||||
| handelt es sich nicht um hilflose Jungstörche. | |||||||||||||||||
| Die Webcam-Betreiber und Webseiten-Anbieter haben damit nichts zu tun, | |||||||||||||||||
| aber sie müssen die Beschimpfungen der Zuschauer ertragen. | |||||||||||||||||
| Dies hat meistens das Abschalten der Cams zur Folge - und das kann es ja auch nicht sein!!! | |||||||||||||||||
| Webcams sind dazu da, dass man von dem Verhalten der Störche lernt | |||||||||||||||||
| und das ist nicht immer einfach, da die Natur auch sehr grausam ist! | |||||||||||||||||
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| Das Einbringen von trockenem Nistmaterial seitens des Storchenbetreuers, | |||||||||||||||||
| oder das kurzfristige Aushorsten und trocknen der Jungtiere (wenn es denn | |||||||||||||||||
| die Behörde erlaubt hätte), würde den Küken nur bedingt helfen, | |||||||||||||||||
| denn wenn es danach weiter ununterbrochen regnet macht es keinen Sinn! | |||||||||||||||||
| Das Herrichten des Nestes im Herbst, macht auch nur Sinn, wenn es wenig regnet! | |||||||||||||||||
| Wenn der Mensch, nach der Entfernung von Grasklumpen, Pflanzengestrüpp | |||||||||||||||||
| und Erdschichten, eine - ringsherum verdichtete Kuhle geschaffen hat, kann | |||||||||||||||||
| diese bei Dauerregen leicht zur Sickergrube werden, in der die Küken ertrinken. | |||||||||||||||||
| Ansonsten kann das Wasser im Extremfall höchstens mal fingerdick | |||||||||||||||||
| auf der ebenen Fläche im dann verschlammten Nest stehen. | |||||||||||||||||
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| Das Aushorsten (mit Zustimmung der Naturschutzbehörde) macht fachlich gesehen | |||||||||||||||||
| keinen Sinn, denn wir haben allein dank der Zoos schon mehr als genug | |||||||||||||||||
| von Menschenhand aufgezogene Störche in Deutschland, die in NRW | |||||||||||||||||
| (nach den gesetzlichen Bestimmungen) noch nicht mal ausgewildert werden dürfen! | |||||||||||||||||
| Emotional kann ich diesen Gedanken natürlich verstehen ... | |||||||||||||||||
| doch besser ist, der Natur ihren Lauf zu lassen. | |||||||||||||||||
| Was können wir tun? | |||||||||||||||||
| Durch den vermehrten und immer größer werdenden Anbau von Mais und Raps fehlt | |||||||||||||||||
| es dem Storch an Nahrungsgebieten! Für die Jungenaufzucht müssen diese in unmittelbarer | |||||||||||||||||
| Nähe zum Nest (im Umkreis von 1 bis höchstens 3 km) sein. | |||||||||||||||||
| Unser Augenmerk sollte darauf sein, die Wiesen wieder zu renaturieren, | |||||||||||||||||
| um neuen Lebensraum für Storchennahrung zu schaffen! | |||||||||||||||||
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| Durch wahlloses aufstellen von Nisthilfen, sei es aus Image-Gründen, | |||||||||||||||||
| für den Tourismus oder andere Willkür, kommt es dann | |||||||||||||||||
| zu solchen schrecklichen Szenen vor den Webcams, wo sich Tausende drüber aufregen! | |||||||||||||||||
| Nur da, wo der Storch ohne die eingreifende Hand des Menschen überleben kann | |||||||||||||||||
| und seine eigenen Wege geht, nur da ist die Natur noch in Ordnung!!!! | |||||||||||||||||
| Und daran müssen wir vorrangig arbeiten!!! | |||||||||||||||||
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| Alle Infos habe ich selbst zusammengetragen. | |||||||||||||||||
| Sollten sich Fehler eingeschlichen haben, dann bitte ich dies | |||||||||||||||||
| zu entschuldigen, denn ich bin keine Ornithologin! | |||||||||||||||||
| Für einen freundlichen Hinweis wäre ich dankbar! | |||||||||||||||||
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