| Das Zebra | ||||||||||||||
| An einem kleinen Wasserloch im Süden Afrikas. | ||||||||||||||
| Ursprünglich waren die Zebras in ganz Afrika verbreitet. | ||||||||||||||
| In Nordafrika sind sie jedoch schon in antiker Zeit ausgerottet worden. | ||||||||||||||
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| Am weitesten verbreitet ist das Steppenzebra. Es lebt in den Steppengebiete vom südlichen Sudan und Südäthiopien über die Savannen Ostafrikas bis nach Süd- und Südwestafrika. Der Lebensraum des Grevyzebra sind die halbtrockenen Busch- und Graslandschaften Ostafrikas, in Kenia, Äthiopien und Somalia. | ||||||||||||||
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Zebra (aus der Familie
der Pferde) werden drei Arten genannt, die alle zur Ordnung der Unpaarhufer gehören, nämlich das Grevyzebra, das Steppenzebra, auch Pferdezebra genannt, und das Bergzebra. |
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Steppenzebras weisen
im Gegensatz zu ihren Verwandten den Bergzebras eine weiße Fellfarbe mit diffusem Streifenmuster auf. Bergzebras besitzen eine bräunliche Grundfarbe mit klarem Streifenmuster. |
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| Die Zeichnung jedes Zebras ist wie ein Fingerabdruck einzigartig und auf beiden Körperseiten unterschiedlich und damit unsymmetrisch. | ||||||||||||||
| Das Streifenmuster ist eine Tarnung gegen die Tsetse-Fliegen. | ||||||||||||||
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| Die Tsetse-Fliegen sind überträger der Schlafkrankheit und für die Nagana - Seuche, welche Fieber und Entkräftung verursacht. Durch das Muster sind die Zebras für die Fliegen nicht so leicht auszumachen und werden vor einer Ansteckung geschützt. | ||||||||||||||
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| Wenn viele Zebras in der Mittagssonne dicht zusammen stehen, | ||||||||||||||
| wird man durch das Streifenmuster geblendet und die Fotos werden unscharf! | ||||||||||||||
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Mit Hilfe ihrer
ausgezeichneten Geruch -, Gehör - und Seheigenschaften können sie Gefahren schon sehr früh erkennen. |
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Von diesen Eigenschaften profitieren auch
andere Tiere wie Gnus und Antilopen, die sich gerne an Wasserstellen zu den Zebras gesellen. |
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Kommt es trotzdem
einmal zu einem Angriff durch einen Löwen oder einen Gepard so setzen sich die Zebras durch Tritte und Bisse zur Wehr. |
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| Die Gebiete der Steppenzebras können bis zu 250 Quadratkilometer umfassen. Dabei sind Vergesellschaftungen mit anderen Pflanzenfressern, wie Giraffen, Gnus oder Antilopen üblich. Bei dem Auftreten einer Gefahr warnen sie sich gegenseitig | ||||||||||||||
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| Anders als die Grevy-Zebras können die Steppenzebras nicht länger ohne Wasser auskommen und wandern bei Wassermangel ab. Mit ihren Hufen graben die Zebras oft in der Nähe von Wasserstellen und erhalten so sauberes Wasser. Tiefe Wasserstellen können von Zebras durchschwommen werden. | ||||||||||||||
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| Steppenzebras sind sehr gesellig und weiden in großen Gruppen. Diese Gruppen stehen zudem relativ dicht beieinander und bilden dauerhafte Fortpflanzungsgemeinschaften. Der Hengst ist der jeweilige Beschützer der Gruppe und hält auch meist Wache, während die Stuten grasen und sich so der Nachwuchs besser entwickeln kann. Anders als die Grevys oder Bergzebras sind die Steppenzebras nur wenig aggressiv. In den Verbänden von bis 20 Tieren bleiben die erwachsenen Tiere fast ihr ganzes Leben zusammen. | ||||||||||||||
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| Alle Unpaarhufer sind Nicht-Wiederkäuer und typische Pflanzenfresser. | ||||||||||||||
| Sie verbringen etwa 50% ihrer Zeit mit der Nahrungsaufnahme | ||||||||||||||
| und ernähren sich in erster Linie vom nährstoffarmen Langgras. | ||||||||||||||
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| Als Nicht-Wiederkäuer besitzen sie einen einfachen Magen und einen langen Blinddarm. Die Zähne werden durch die Kieselsäure in den Gräsern belastet und wachsen entsprechend nach. Für die Verdauung benötigen sie im Magen bestimmte Einzeller. | ||||||||||||||
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| Die jungen Fohlen nehmen daher in den ersten Lebenstagen Kot der Mutter auf, um in ihrem eigenen Magen Kulturen dieser Einzeller anzulegen. | ||||||||||||||
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| Zebras sind wie alle Pferde das ganze Jahr über fortpflanzungsfähig. Jedoch nur an wenigen Tagen sind die Stuten hochrossig und somit fruchtbar und paarungsbereit. Ist die Stute noch nicht paarungsbereit tritt sie wild aus, wenn sich ihr ein Hengst zu sehr nährt. Dieser Zyklus wiederholt alle 7 – 8 Wochen. Ca. 1 – 2 Wochen nach der Geburt sind die Stuten wieder rossig und werden erneut gedeckt. Die Tragezeit liegt bei ca. einem Jahr. | ||||||||||||||
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| So können einzelne Zebras bis zu 20 Fohlen gebären. Es wird jeweils ein Fohlen von ca. 30 kg geboren. Bei der Geburt liegt die Stute auf der Seite. Bereits nach ca. einer Stunde kann das Fohlen zittrig aufstehen. Nach der Geburt wird das junge Fohlen ausgiebig abgeleckt und damit die erste Mutter-Kind – Bindung gelegt. In den ersten Lebenstagen hält die Mutter das Fohlen von der Gruppe fern, um es ganz auf sich zu prägen. | ||||||||||||||
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| Die jungen Fohlen können ihre Mutter an den unterschiedlichen Streifen (natürlicher Barcode) und dem Geruch gut erkennen. Im Familienverbund kümmern sich auch andere Stuten um die jungen Zebras. Oft sieht man auch Zebrajunge unterschiedlicher Familien miteinander spielen. | ||||||||||||||
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| Junge Stuten sind nach 3 Jahren; Hengste erst nach 4-5 Jahren geschlechtsreif. | ||||||||||||||
| Alle Junghengste und einige Jungstuten verlassen vor Erreichen der Geschlechtsreife die Gruppe. | ||||||||||||||
| Die Junghengste bilden dann „Junggesellengruppen“, welche einige Jahre zusammenbleiben. In den Familiengruppen herrscht eine Rangordnung, wobei die Hengste die oberste Position innehaben. | ||||||||||||||
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| Kleinere Streitigkeiten werden durch Drohen und Hufetreten gelöst. Erst bei ernsten Kämpfen z.B. um eine Stute kommt es zu echten Auseinandersetzungen. Regelmäßig versuchen die jungen Hengste den Leithengst zu verdrängen, müssen sich dann aber doch geschlagen geben und bilden eigene Junghengstgruppen. | ||||||||||||||
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| Die Abtrennung der Junghengste ist wichtig um Inzucht zu vermeiden. Irgendwann verlieren die alten Hengste die Kämpfe um die Gruppe und schließen sich dann geschlagen einer Hengstgruppe an. | ||||||||||||||
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| Als gesellige Tiere können sich die Zebras gut mit Gesten und Geräuschen ausdrücken. Bei der Begrüßung nehmen sie Nasenfühlung auf. Überhaupt spielen die intensiven sozialen Hautkontakte eine große Rolle. Zebras sind recht verspielt und toben viel herum, auch um überschüssige Kraft abzubauen. | ||||||||||||||
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| Zur Körperreinigung und Pflege der Zebras dient zum einen der Schwanz, um Insekten zu vertreiben. Gern reiben sie sich auch an Bäumen oder Sträuchern. Sehr häufig nutzen Zebras die beidseitige, soziale Fellpflege, wobei sie sich gegenseitig an den Stellen knabbern die sonst nicht zu erreichen wären. | ||||||||||||||
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| Die Zebras besitzen ein gutes Lernvermögen. Z.B. können sie sich Orte und Wege sehr gut merken und auch aus vielen hundert Kilometern sicher zurückfinden. | ||||||||||||||
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