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Fotostory Bad Waldsee |
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Nur ein Werkzeug hat
das kleine Storchenküken, um sich aus der |
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Eierschale zu
befreien: den so genannten Eizahn. |
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Er sitzt wie ein Höcker
an der Spitze des Oberschnabels. |
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Mit Hilfe dieser
Struktur wird die Schale Millimeter für Millimeter |
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am stumpfen Pol des Eies
durchbrochen. |
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In winzigen Stücken
drückt das Küken keilförmige Stücke aus der Schale heraus |
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und dreht sich dabei
langsam um seine Längsachse. |
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Nach einer kompletten
Drehung ist der stumpfe Pol des Eies abgelöst. |
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Dann kommen zuerst die
Beinchen aus der Eierschale heraus. |
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Es dauert oft bis zu einem Tag, bis das
knapp 80g schwere Küken schlüpft! |
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Der erste Jungstorch ist am
8.Mai gegen 12.10 Uhr geschlüpft |
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und abends waren sie zu
Zweit! |
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Nr.3 erblickte am 9. Mai
gegen Mittag das Licht der Welt. |
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Einfach Wunderbar... |
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Jetzt
muss das wärmende Gefieder der Eltern die noch feuchten Küken trocknen
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und die
flaumigen Daunenfedern bauschen sich auf. |
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Man kann sich kaum noch vorstellen,
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dass diese "großen" Küken vor kurzem noch
Platz im Ei gefunden haben... |
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Die Webcam-Besucher stritten
sich, |
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ob nun drei oder 4 Jungtiere
im Nest zu sehen waren? |
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Nach meiner Meinung nach waren es 4 Jungtiere, aber nicht lange; |
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(deutlich
zu sehen auf dem Bild vom 12.5.06 um 18.36 Uhr) |
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Willi und Laura sind nun immer
abwechselnd auf Futtersuche. |
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Für die Kleinen werden Anfangs
Regenwürmer, Insekten und Kaulquappen gesucht. |
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Später können sie auch größere
Beute wie Schlangen, Fische, |
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Mäuse und Lurche fressen. |
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Die Jungstörche müssen von
Anfang an die Beute im Ganzen verschlucken. |
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Die Eltern achten auch nicht
darauf, ob alle satt geworden sind. |
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Nur die Stärksten überleben
... wer zuerst zuschnappt |
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bekommt den Happen! |
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Die Altstörche "regulieren"
die Anzahl ihrer Jungen, wenn sie nicht |
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genug Futter finden oder
feststellen, |
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dass eines der Jungen erkrankt
oder zu schwach ist. |
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So sorgen die Elternvögel für
eine sichere Aufzucht ihrer Küken. Es wird fast immer |
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nur ein Junges, dass
schwächste Tier getötet (gefressen). |
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Dieses Verhalten ist in der
Tierwelt nicht ungewöhnlich und kommt oft bei Greifvögeln, |
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Eulen und eben auch bei Störchen vor. Man nennt dies Kronismus. |
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Bei Wind und Regenwetter wird
jetzt viel Nahrung herbei geschafft. |
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Allein ein ausgewachsener Storch braucht etwa 500 bis 700 Gramm Nahrung pro
Tag, |
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also mehrere hundert Regenwürmer oder ungefähr 16 Mäuse. |
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Da waren es nur
noch drei - aber die "fantastischen Drei" |
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Vielleicht ist euch
aufgefallen, dass auf dem Nestrand |
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schon seit längerem ein unausgebrütetes Ei liegt, welches nicht beachtet
wird. |
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Die Störche kümmern sich nur
um die Sachen, die im inneren, |
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weichen Kreis
der Nestmulde liegen. |
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Bei einer
Storchenfamilie im Spreewald ist es vorgekommen, |
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das ein Junges an den äußeren Rand des Nestes geschleudert wurde, |
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als es die zappelnde Schlange fressen wollte, die seine Mutter ihm anbot. |
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Ohne die Hilfe einiger Tierschützer, die es ins innere des Nestes
zurücklegten, |
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wäre das Junge verendet, weil die Eltern es nicht mehr beachtet hätten. |
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